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Halluzinogene und Opiate

1) Halluzinogene
  • Bewirken Veränderung/Beeinträchtigung der Wahrnehmungsprozesse
  • Viele dieser Stoffe kommen in der Natur vor (z. B. in Kakteen, Pilzen, Beeren, Gräsern)   z.B. Mescalin, Peyote, Psilocybin, Muscimol
  • Andere Halluzinogene werden synthetisch hergestellt. Wichtig: LSD (=Lysergsäurediäthylamid). Von Albert Hofmann “entdeckt”-> LSD wurde bald zur weitverbreiteten Droge. !!!! LSD weist mit echten Suchtgiften pharmakologisch gesehen keine Verwandtschaft auf!!!!
 
Akute Wirkung:
Rausch – Dämmerzustand! Es kommt zu Trugwahrnehmungen auf allen sinnlichen Erfahrungsebenen.                        Änderungen in der Empfindung von Raum und Zeit.
Farben werden gehört, Klänge in Farben und Formen umgesetzt. Vermitteln einen Zustand der “Bewusstseinserweiterung”. Wichtig sind auch die Erwartungen und die Stimmungen, die die Drogeneinnahme begleiten.
 
Dauer des Rauschzustandes:                                                                       
bei LSD ca. 8 Stunden und bei Mescalin 4-6 Stunden.
 
Dosierung:
LSD ist äußerst stark wirksam. Es werden nur ca. 25-100 Mikrogramm benötigt. Mescalinverbrauch in Grammdosen.
 
Toleranz und Abhängigkeit:                                                            
Psychische Abhängigkeit kann auftreten, Physische allerdings nicht!!!! Eine soziale Bindung manchmal in kleinen, religiösen und künstlerischen Gruppen.
 
Psychiatrische Komplikationen des akuten Gebrauches:
Es können averse Reaktionen = “Horror-Trip” auftreten. Betroffenen fühlen sich verfolgt, empfinden quälende innere Leere (ICH-VERLUST). Horror – Trips können auch Wochen und Monate dauern.
 
Regelmäßiger Gebrauch und seine Auswirkungen:
Nur selten wirklich Süchtige => über bleibende Schäden nichts bekannt. Es können auch “Flash-backs” möglich sein. = Wenn, trotz keiner Einnahme, Zustandsbilder eintreten. 
Als Ersatzstoffe werden auch viele Arzneimittel mißbraucht, z. B. Hustenmittel, Narkosemittel ect.
 
2) Opiate
  • sowohl natürliche Abkömmlinge des aus dem Schlafmohn gewonnenen Opiums wie auch
  • halb- und ganzsynthetische Stoffe(z.B. Methadon oder Dolantin.
 
Akute Wirkung:
1) KÖRPERLICH: Schmerzbetäubung, Dämpfung des Hustenreizes, Verstopfung, Brechreiz, Pupillenverengung, Dämpfung des vegetativen Nervensystems.
2) SEELISCH: Verstimmung oder gehobene Stimmung, Müdigkeit, Schweregefühl, Bewusstseinstrübung
 
Akute Vergiftung: 
Hauptsymptome: Koma, Pupillenverengung, Beieinträchtigung der Atmung
 
Toleranz und Abhängigkeit:   
Körperliche und psychische Abhängigkeit treten öfters auf. Körperliche Abhängigkeit lässt sich bei akuten Entzugserscheinungen erkennen.
 
Entzugssyndrom: 
vegetative Übererregtheit und Durchfall, qualvoll erlebte Schmerzsensationen, Dysphorie oder Depression, ev. auch aggressive Stimmung.
 
Auswirkungen des chronischen abhängigen Gebrauches:                   
Auswirkungen auf seelische Prozesse und das Sozialverhalten unterschiedlich und von der seelischen Struktur des Süchtigen und vom sozialen Umfeld abhängig.  Körperliche Befindlichkeit bei chron. Gebrauch: Allergische Reaktionen, Bei Frauen Zyklusunregelmäßigkeiten; Erst später Zahnschäden  Durch unsteriles Injektionsbesteck => hohe Infektionsgefahr (etwa 30-40% sind Aidskrank.)
 
Opiate in der Schwangerschaft und die Sucht der Neugeborenen:        
Opiate gelangen aus dem mütterlichen Kreislauf in den kindlichen Kreislauf. =>körperliche Abhängigkeit auch vom Embryo. => niedriges Geburtsgewicht, Zittern, Muskelstarre und beschleunigter Atmung. (einige Kinder haben auch keine Entzugserscheinungen.