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Viele Menschen befürworten gentechnisch manipulierte Medikamente, lehnen aber gentechnisch veränderte Nahrungsmittel strikt ab. – Wo liegt der Unterschied?
Vor etwa zwei Jahren wurde das Importverbot für Genmais nach Österreich durch einen entsprechenden Beschluss der EU aufgehoben, ein Aufschrei des Protestes ging damals durch Österreich. – Nun stellt sich die Frage, ist etwas, das die EU erlaubt, wirklich so ungefährlich? Es könnte ja sein, dass Genlobbyisten dahinter stecken.
Die Wissenschaft scheint über die Gefährlichkeit geteilter Meinung zu sein. Ein beträchtlicher Teil behauptet, dass gentechnisch veränderte Nahrungsmittel völlig ungefährlich seien. Viele andere ernstzunehmende Menschen warnen zumindest vor möglichen Spätfolgen.
Eines der größten Argumente für Gennahrung ist die Möglichkeit den Hunger auf der Welt zu beseitigen.
 
Pflanzen die resistent gegen Schädlinge sind, bringen mehr Ertrag. – Aber ist eine solche Manipulation des Pflanzenzyklus überhaupt von Nöten? Angeblich gäbe es auf der Welt genug Essen für alle – wenn man das vorhandene gerecht verteilt.
Doch ist es nicht so, dass die langzeitigen Nebenwirkungen völlig im Dunkel liegen? – Ebenso weiß niemand, wie sich veränderte Pflanzen im Bezug auf natürliche verhalten. – Verbreiten sich diese manipulierten Pflanzen nicht genau so wie andere auf völlig natürlich Art und Weise, nämlich durch Pollen? – Wie kann man Pollenflug verhindern? Und sollte es zu einer solchen unkontrollierten Verbreitung kommen, bestünde doch eigentlich die Gefahr, dass man Gennahrung (trotz der nötigen Kennzeichnung) unbewusst zu sich nimmt.
 
Aber niemand kann etwas dagegen haben, dass unheilbare Krankheiten wie Krebs, MS oder HIV heilbar werden, oder? Kritische Forscher befürchten in diesem Zusammenhang schwerwiegende Spätfolgen, die, falls sie nicht beim Patienten selbst auftreten, möglicherweise nachfolgende Generationen belasten. Selbst Mutationen sind nicht ausgeschlossen.
Auch die vor einigen Jahren noch so gepriesene Stammzellenforschung erfüllt nicht alle in sie gesetzten Erwatungen. Das Auftreten unkontrollierter Zellmutationen beziehungsweise Krebsgeschwüre können solche Nebenwirkungen sein.
Doch wo ist die Grenze bei der Genforschung, ist alles, was machbar ist, auch ethisch vertretbar? Darf die Wissenschaft alles, was sie kann?
Das Klonen von Tieren zu industriellen Zwecken ist schon lange Gang und Gäbe. Doch in diesem Zusammenhang werfen sich unzählige ethische Fragen auf. Ist es eine psychische Belastung für ein Tier, ein Klon zu sein?
Eine große Gefahr der Gentechnologie ist, alles für machbar zu halten. Reiche Hundebesitzer lassen ihre Lieblinge bereits klonen.
 
Eine gesetzliche Regelung wird allerdings von Nöten sein, da man sich beim menschlichen Forscherdrang nicht auf individuelle Selbstbeschränkung verlassen kann und skrupellose Geschäftemacher aus den vorhandenen Möglichkeiten Nutzen ziehen wollen. Solche Gesetze müssen allerdings möglichst weltweit Gültigkeit haben, da sonst in manchen Ländern ungehindert weitergeforscht werden kann.
Die wahrscheinlich beste Lösung, um Grenzen zu setzen, ist eine internationale „Gen-Kommission“ einzurichten, die verbindliche Standards definiert und Reglements aufstellt, innerhalb derer geforscht werden darf.
Doch das unabhängige Arbeiten dieser Kommission ist nur schwer durchführbar, da Gentechnik schon lange ein politisches Thema und für die Wirtschaft von großer Bedeutung ist.
Dieser Kommission sollten Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen angehören, zum Beispiel Ärzte, Philosophen, Theologen sowie Biologen.
Oder wie sonst soll man das Problem in den Griff bekommen, dass verzweifelte Eltern, die ihr acht jähriges Kind durch Krebs verloren haben, den Wunsch verspüren, dieses zu klonen?
Eine Tatsache, die ethisch dennoch außer Frage steht, ist, dass das Klonen von Menschen verboten bleiben muss.
Wir müssen uns damit abfinden, dass es  keinen „Reset-Button“ für das menschliche Leben geben darf.

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