In dem Zeitungsartikel „Voll im Trend gegen den Baum“ von Jörg Braun, der am 15./16. Januar 1994 im Südkurier Wochenendmagazin erschienen ist, stellt der Autor die Behauptung auf, dass insbesondere junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren Verkehrsunfälle verursachen.

Jörg Braun stützt seine Behauptung anhand vieler Argumente. Er schreibt, dass überwiegend am Wochenende viele junge Menschen durch einen selbstverursachten Verkehrsunfall sterben. Dafür gibt es seiner Ansicht nach drei entscheidende Faktoren: junge Fahrer überschätzen ihre Fähigkeiten und riskieren zu viel, sie wollen sich ihren Mitfahrern gegenüber beweisen und angeben und haben außerdem noch nicht die nötige Erfahrung, wodurch sie im Notfall in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind.
Zur Risikogruppe gehören meistens junge Männer, etwa 1/3 von ihnen geht ein erhöhtes Risiko ein. Man kann sie in drei Typen unterteilen, den „Action-Typ“, der ständig in „Aktion“ ist, den „Fan-Typ“, der gerne in die Disco geht, und der „Kontra-Typ“, der alles schlecht macht und bevorzugt laute Musik hört.


Am Ende des Artikels schreibt der Autor, dass 2/3 aller betrunkenen Fahrer der Altersstufe zwischen 18 und 35 Jahren angehören.
Jörg Braun verwendet sowohl Fakten- als auch Autoritätsargumente. Seine Faktenargumente belegt er durch Statistiken, beispielsweise schreibt er, dass „im Jahr 1992 knapp 30000 alkoholisierte Unfallfahrer ermittelt wurden“, von denen „20000 unter 35 Jahren alt waren“. Darüber hinaus arbeitet er viele Beispiele in seinen Artikel mit ein. Zu Anfang des Textes beschreibt er eine „Standartsituation“, in der ein 19jähriger durch mangelnde Erfahrung und zu hohe Risikobereitschaft einen Verkehrunfall verursacht, bei dem er selbst umkommt.
Indem er Aussagen wie „Die Statistik Fachleute fanden noch mehr heraus“ in seinen Artikel einarbeitet, bezieht er sich auf Autoritäten, deren Meinungen zu einem bestimmten Thema allgemein anerkannt und damit gültig sind.
Herr Frenkels Argumentation ist einseitig, da er, um seine These zu stützen, nur Argumente für verursachte Verkehrsunfälle durch junge Fahrer anbringt.
Die Gedankenführung des Autors ist deduktiv; er verwendet zwar keine kausalen Satzverbindungen, man könnte diese jedoch nachträglich in den Artikel „einfügen“.


Durch verwendete Absätze und die vielseitigen Beispiele aus dem Alltag scheint der Artikel übersichtlich und leicht verständlich und verschiedene Satzanfänge stellen einen Zusammenhang zwischen den Argumenten her; der Artikel ist also kohärent.
Die Sprache und Ausdrucksweise des Verfassers ist sehr einfach und man findet einige Elemente der Jugendsprache vor, wie zum Besipiel
„steht auf“, „was da aus den Boxen brummt“, „Teens und Twens“.
Daraus geht hervor, dass die Zielgruppe des Artikels die Jugendlichen sind, die der Autor über die Gefahren des Autofahrens durch Trunkenheit und wenig Erfahrung aufklären will. Er will mit seinem Zeitungsartikel erreichen, dass sie sich den Gefahren bewusst werden und einmal darüber nachdenken und dass es als Folge davon weniger Verkehrsunfälle verursacht durch junge Leute gibt.

Meiner Meinung nach ist es Jörg Braun gut gelungen, diese Botschaft herüberzubringen, denn sein Bezug zu seiner anfänglich aufgestellten These geht zu keinem Zeitpunkt verloren und seine verwendeteten Statistiken und Beispiele sind aus dem Alltag gegriffen und dadurch leicht verständlich. Die Zahlen „schocken“ den Leser eventuell und die Zielgruppe, also die Jugendlichen, finden eventuell in einem der drei vorgestellten „Typen“ ein kleines bisschen von sich selbst wieder.
Einen Aspekt hat Jörg Braun meiner Meinung nach jedoch nicht genug beziehungsweise gar nicht genannt: die Folgen alkoholisierter, risikobereiter Fahrer für die anderen Verkehrsteilnehmer. Dieses Argument ist ebenfalls sehr wichtig, gerade weil es den jungen Fahrern klar macht, dass sie im Straßenverkehr nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer verantwortlich sind.
Trotz dieser Tatsache hat mich der Artikel sowohl stilistisch, als auch inhaltlich, überzeugt.

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