Da die Krisen der Zwischenkriegszeit von Arbeitslosigkeit bis zu Putschversuchen reichen habe ich mich entschieden einige herauszufiltern und genauer zu erläutern.

  1. Hyperinflation
  2. Weltwirtschaftskrise
  3. Nationalsozialismus


Hyperinflation:
Ist ein extreme Form der Inflation, es gibt nur Schätzungen ab wann es sich um eine Hyperinflation handelt, und zwar ab 50% Inflationsrate pro Monat was 1300% im Jahr bedeuten würde.
Fast alle Hyperinflationen enden mit einer Währungsreform. In Österreich wurde die in den (19)20er Jahren mit dem Wechsel der Währung von Kronen auf Schilling gebremst.
Der Verursacher für eine Hyperinflation ist immer die Regierung, da sie sich um ihre Leistungsversprechen zu erfüllen, immer verschulden muss. Somit schwindet das Vertrauen in die Währung.
Hyperinflationen werden immer durch Krieg, Bürgerkrieg oder gesellschaftliche Erschütterungen verursacht.
Einzige Ausnahme ist die Hyperinflation 1922 in der Sowjetunion, mit der man die Abschaffung des Geldes dort erzielen wollte.

Weltwirtschaftskrise:
Während des Ersten Weltkriegs war es den europäischen Staaten nicht möglich, ihren Agrar- und Rohstoffbedarf selbst zu decken. Deshalb weiteten die USA sowie Südamerika diese Produktionsgebiete enorm aus. Als der Erste Weltkrieg zu Ende war und Europa wieder anfing zu produzieren, gab es ein extremes Überangebot was die Preise in den Keller trieb.
Deutschland versuchte seine Währung durch extreme Kürzungen der Sozialleistungen zu stärken. Was allerdings den Aufstieg des Nationalsozialismus förderte.- Wozu ich später noch mehr sagen werde.
Nach dem Ersten Weltkrieg weiten die USA die Produktion für Autos, Kühlschränke, Fotoapparate usw. massiv aus, und erlebten somit einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ende der zwanziger war die Nachfrage allerdings großteils gestillt, was zu enormen Überkapazitäten führte.
Während dessen spekulierte eine immer größere Zahl an der Börse, teilweise mit durch Kredite erlangtem Geld, für das sie horrende Zinsen zahlen mussten. Bei dem kleinsten Anzeichen eines wirtschaftlichen Abschwungs verkauften sehr viele Leute ihre Aktien was den Kursrückgang verstärkte. Dies führte zum Börsencrash am 25. Oktober 1929, dem so genannten “Schwarzen Freitags”.
Der “Dow Jones Index” fiel von 1929 bis 1932 um fast 90% und die Industrieproduktion sank im gleichen Zeitraum um über 50%.
Der Börsencrash wirkte sich auf die gesamte Welt aus. Amerika war vor Beginn der Krise eines der wichtigsten Exportländer. Um die eigene Wirtschaft zu schützen erhöhten die USA sowie einige andere Länder die Zölle.
Die Folge der erhöhten Zölle ist eine rückläufige Produktion und damit ein rasanter Anstieg der Arbeitslosigkeit.

In ganz Europa stieg die Arbeitslosigkeit dramatisch an; in Deutschland zum Beispiel von September 1929 von 1,4 Millionen, bis Februar 1932 auf 6,1 Millionen. Dies führte mit sich, dass die Preise weiter fielen und, dass Banken in Konkurs gehen mussten- da fast niemand seine Schulden bezahlen konnte.
Die österreichische Creditanstalt brach im Frühjahr 1931 zusammen.

Nationalsozialismus:
Anfang der 30er Jahre ist auch Deutschland von der Wirtschaftskrise komplett betroffen. Durch die Verpflichtung von Reparationszahlungen aus dem ersten Weltkrieg versucht die Deutsche Regierung durch Deflationspolitik und Notverordnungen der Wirtschaftskrise gegenzusteuern. Dies beinhaltet die Senkung von Löhnen und Gehältern, Herabsetzung der Preise, Verminderung der Ausgaben für Arbeitslose und andererseits die Erhöhung von Steuern.
Die katastrophale wirtschaftliche Lage in Deutschland führt bei den Reichstagswahlen 1930 zu einer zunehmenden Radikalisierung der Innenpolitik und zu Stimmengewinnen der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands)  und der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei).
Im Juli 1932 wird die NSDAP stimmenstärkste Partei. Allerdings lehnt der Reichspräsident Hindenburg Hitler als Kanzlerkandidat ab.
Im November 1932 finden neuerlich Reichstagswahlen statt, erneut ist die NSDAP stimmenstärkste Partei.
Im Jänner 1933 erklärt sich Hindenburg bereit Hitler zum Reichskanzler zu  berufen, und stimmt neuerlichen Neuwahlen zu. Nach diesen Wahlen, bei denen die NSDAP mit fast 44% neuerdings stimmenstärkste Partei wird, kommt es in der Folge zur Ausschaltung des Parlaments und damit zum Übergang der gesetzgebenden Gewalt auf die Exekutive (Legislative= Exekutive). Es folgen die Aufhebung, verfassungsmäßiger Grundrechte und bis 1936 die Übernahme der gesamten Polizeigewalt unter Heinrich Himmler (Reichsführer SS).
Unmittelbar danach erfolgt das Verbot von Parteien und Gewerkschaften.
Die Polizei beginnt mit der Erforschung und Bekämpfung politischer Gegner und deren Einweisung in Konzentrationslager.
Nach dem Tod Hindenburgs (2.8.) 1934 übernimmt Hitler das Amt des Reichspräsidenten und wird als “Führer und Reichskanzler” vereidigt.
Wirtschaftspolitik strebt nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit durch Ausbau der Landwirtschaft. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze durch Aufrüstung geschaffen. Dies führt zu einer extremen Schuldenpolitik.
In der Außenpolitik zielt Hitler auf eine Änderung des Friedensvertrages nach dem Ersten Weltkrieg (Vertrag von Versailles) und die Eroberung neuer Lebensräume.
Im März 1938 marschieren deutsche Truppen in Österreich ein, am 13.3 erfolgt der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Im April wird dies durch eine Volksabstimmung bestätigt.

Mit dem Angriffs Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 beginnt der zweite Weltkrieg.

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